Wichtige Ereignisse in der dominikanischen Geschichte:


1492 Ankunft von Christoph Kolumbus auf der Insel.

 

1494 Errichtung von La Isabela, der ersten europäischen Siedlung der neuen Welt.

 

1498 Bartolomé Kolumbus, Bruder von Christoph Kolumbus, gründet die Stadt Santo Domingo an den östlichen Stränden des Ozama-Flusses.

 

1511 Fray Antón de Montesinos verurteilt die Misshandlung der einheimischen Bevölkerung in seiner Rede vom Adventssonntag. Danach werden Sklaven aus Afrika hergebracht.

 

1605–1606 Zuckerfabriken und Rinderbestände werden zerstört, um Schmuggel zu verhindern.

 

1697 Spanien tritt den westlichen Teil der Insel (Haití) im Zuge des Friedensvertrages von Rijswijk an Frankreich ab. Zu dieser Zeit heißt er Saint Domingue.

 

1777 Der Vertrag von Aranjuez wird unterschrieben, in dem die Grenzen zwischen den spanischen und französischen Kolonien festgelegt werden.

 

1795 Spanien übergibt im Zuge des Vertrages von Basilea ganz La Hispaniola an Frankreich. Im Gegenzug ist Frankreich damit einverstanden, das besetzte Staatsgebiet der Iberischen Halbinsel an Spanien zurückzugeben.

 

1809 Die spanische Herrschaft wird nach der Eroberung durch den Kreolen Juan Sánchez Ramírez wiederhergestellt. Dadurch beginnt die Zeit, die als „Ära der dummen Spanier“ bekannt ist.

 

1821 José Núñez de Cáceres führt die fünfwöchige „Vorübergehende Unabhängigkeit“.

 

1822 Haitianische Truppen gliedern unter der Führung von Jean Pierre Boyer den spanischen Teil an Haití an.

 

1838 Die geheime La Trinitaria-Bewegung wird gegründet und von Juan Pablo Duarte angeführt. Sie wollen Boyer stürzen und eine unabhängige Nation schaffen.

 

1844 Un grupo de patriotas del Santo Domingo español, encabezados por Juan Pablo Duarte declaran el nacimiento de República Dominicana y su independencia de Haití.

 

1844 Juan Pablo Duarte leitet eine Patriotengruppe aus Santo Domingo, um die Geburt der Dominikanischen Republik bekannt zu geben. Sie ist nun von Haití unabhängig.

6. November 1844 Die konstituierende Sitzung wird gehalten, um die erste Verfassung der Republik zu entwerfen. Am 14. November wird Pedro Santana als erster verfassungsmäßiger Präsident des Landes gewählt.

 

1861–65 Santana gliedert das Land Spanien an. Im Jahr 1863 beginnt der Krieg für die Wiederherstellung der Unabhängigkeit unter der Führung von Gregorio Luperón.

 

1883–1899 Regierung und Diktatur von Ulises Heureaux. Die Zuckerindustrie wird entwickelt und führt zur Gründung kleiner produzierender Unternehmen.

 

1916–24 Finanzielle Schwäche führt zu einer militärischen Intervention der Vereinigten Staaten im Land, um internationale Verbindlichkeiten zurückzuerhalten.

 

1930 Rafael Leonidas Trujillo nimmt die Präsidentschaft an und wird Diktator.

 

1960 Die drei Schwestern Patria, Minerva und María Teresa Mirabal werden ermordet, weil sie sich gegen das Trujillo-Regime aufgelehnt hatten.

 

1961 Trujillo wird hingerichtet.

 

1962 Juan Bosch gewinnt die ersten freien Wahlen des Landes und kommt am 27. Februar 1963 an die Regierung.

 

1963 Juan Boschs Regierung wird gestürzt.

 

1965 Der Beginn der bürgerlichen Revolution zur Wiederherstellung der Regierung. U.S.-amerikanische Truppen intervenieren ein zweites Mal.

 

1966–1978 Regierung von Joaquín Balaguer von der Christlich-sozialen Reformpartei (PRSC).

 

1978–1986 Regierung von Antonio Guzmán und Salvador Jorge Blanco von der Revolutionären Dominikanischen Partei (PRD).

 

1986–1996 Regierung von Joaquín Balaguer (PRSC).

 

1996–2000 Regierung von Leonel Fernández von der Dominikanischen Befreiungspartei (PLD).

 

2000–2004 Regierung von Hipólito Mejía (PRD).

 

2004–2012 Regierung von Leonel Fernández, wiedergewählt am 16. Mai 2008.

 

 

Symbole der Dominikanischen Republik:

 

Die Flagge

Die Flagge wurde von Juan Pablo Duarte entworfen und von Concepción Bona und María Trinidad Sánchez erstellt. Sie wurde erstmals am 27. Februar 1844 gehisst und identifiziert die Dominikanische Republik als freies hoheitliches Land.

 

Die Bedeutung der Flagge

Rot repräsentiert das Blut, das von den Befreiern vergossen wurde.
Blau steht für die Ideale des Fortschritts, der Freiheit und den Schutz Gottes.
Das Kreuz ist ein Symbol für den Kampf der Befreier.

 

Das Schild

Das Schild wurde zu Zeiten der Verkündung der nationalen Unabhängigkeit geschaffen und zeigt im Zentrum eine Bibel. Seit dem ersten Entstehen ist das Schild mehr als 14 Mal verändert worden. Jedoch ist das derzeitige Schild seit 1913 gültig.

 

Das Design der dominikanischen Flagge wird direkt in der Verfassung beschrieben. Artikel 96 bestimmt, dass das Schild die gleichen Farben wie die Nationalflagge und eine bei Johannes 8:32 geöffnete Bibel haben muss, die „Die Wahrheit wird euch frei machen“ zeigt. Umgeben ist die Bibel von zwei Speeren, die in die Luft zeigen und vier dominikanischen Flaggen ohne Schilder. All dies ist gekrönt mit einem Lorbeerkranz, einem Palmwedel und Bannern, die die Worte „Gott, Land und Freiheit“ und „Dominikanische Republik“ aufzeigen.

 

Die Hymne

Die Nationalhymne ist ein weiteres wichtiges Symbol der dominikanischen Geschichte. Obwohl sie bereits im Jahr 1897 geschrieben wurde, wurde sie erst im Jahr 1934 die offizielle Hymne. Der Text wurde von Emilio Prud’Homme geschrieben und die Musik von José Reyes komponiert.

 

I.
Ihr tapferen Quisqueyaner, lasst uns
Unser Lied mit stolzer Regung singen,
Und lasst uns dem Gesicht der Welt zeigen
Unser unbesiegbares und glorreiches Banner.

 

Heil dem Volk, das unerschrocken und stark
In den Krieg zog und in den Tod ging!
Denn unter der kriegerischen Androhung des Todes
Wurden die Fesseln der Sklaverei abgestreift.
Kein Land verdient frei zu sein,
Das ein gleichgültiger und unterwürfiger Sklave ist
Und wenn in ihm nicht in seiner Brust ein Ruf laut wird
Veredelt durch männliches Heldentum.
Doch das tapfere und unbezähmbare Quisqueya
Wird stets erhobenen Hauptes stehen:
Und würde es auch tausend Male versklavt,
Würde es ebenso oft die Freiheit wieder erkämpfen.

 

II.
Wenn es List und Betrug ausgesetzt ist,
Bis hin zur Verachtung eines wahren Zwanges,
Die Felder von Carreras, Beller sind
Wo die Spuren des Glanzes gefunden werden.
Wo auf dem Gipfel der heldenmütigen Bastei,
Wurde das Wort der Freiheit ausgestaltet,
Wo die Genies Sánchez and Duarte
Der Freiheit oder des Todes gelehrt wurden.

 

Und wenn ein unbewachter Führer
Den Glanz dieser glorreichen Ereignisse übersehen könnte,
Den Krieg, der in Capotillo gesehen wurde,
Schwenken sie die Fahne des Feuers.
Und das Feuer, das den stolzen Löwen
Von Castilla betäubt,
Entfernt ihn von den glorreichen Stränden,
An denen der gekreuzte Banner weht.

 

III.

Landsleute, lasst uns stolz
Unser Gesicht zeigen, ab heute stolzer denn je;
Denn Quisqueya kann zerstört werden,
Aber ein Sklave sein niemals wieder.
Es ist das Heiligtum der Liebe, das jedes Herz
im Vaterland lebendig fühlen lässt;
Und es ist sein unbesiegbares Schild zur Rechten;
Und es ist sein Motto: frei zu sein oder zu sterben.
Freiheit, die sich noch immer gleichmütig zeigt
Den Sieg in ihrem triumphalen Wagen
Und die Kriegsfanfare hallt noch immer
Proklamiert den unsterblichen Ruhm.
Freiheit! Die die Echos wachrütteln sollen
Während mit edler Aufregung erfüllt
Unsere Ruhmesfelder wiederholen

Freiheit! Freiheit! Freiheit!

 

Emilio Prud’Homme

 

Die Väter

Dominikaner gedenken noch immer der Befreier, die 1844 um die Unabhängigkeit des Landes gekämpft haben. Bekannt als die „Väter des Vaterlandes“ sind u. a. Juan Pablo Duarte, Francisco del Rosario Sánchez und Ramón Matías Mella.

 

Die Verfassung

Die Verfassung ist ein weiteres wichtiges Symbol des dominikanischen Patriotismus. Obwohl sie sich seit dem 6. November 1844 vielen Änderungen unterzogen hat, wird sie noch immer als das höchste Gesetz des Landes verehrt.